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23. novembra, 2017

Was vor dem Jahresende noch zu beachten ist

im Sinne einer Steueroptimierung ist es an der Zeit sich Gedanken zu machen, was vor Jahresende gegebenenfalls noch zu erledigen wäre. Hier die wesentlichsten Themen im Überblick:

Stille Reserven
Stille Reserven aus der Veräußerung von mindestens sieben Jahre alten Anlagegütern können unter bestimmten Voraussetzungen bei natürlichen Personen auf Ersatzbeschaffungen übertragen oder einer Übertragungsrücklage zugeführt werden.
Energieabgabenvergütung
Ein Vergütungsantrag ist spätestens bis zum Ablauf von fünf Jahren zu stellen. Das heißt für das Jahr 2012 kann ein Antrag noch bis 31.12.2017 gestellt werden.
Die Entscheidung im VwGH-Verfahren über den Ausschluss der Dienstleistungsbetriebe auf Rückvergütung der Energieabgaben ab 2011 wird weiterhin auf sich warten lassen, da der VwGH beschlossen hat, dem EuGH neuerlich mehrere Fragen zur unionsrechtlichen Deckung der Einschränkung der Energieabgabenvergütung auf Produktionsbetriebe vorzulegen.
Dienstleistungsbetriebe mit potentiellen Vergütungsansprüchen sollten dennoch überlegen, vorsorglich einen zeitgerechten Antrag zumindest für 2012 einzubringen.
Aufbewahrungsfrist für Bücher und Aufzeichnungen
Die 7-jährige steuerliche Aufbewahrungsfrist für Bücher, Aufzeichnungen, Belege und Geschäftspapiere des Jahres 2010 läuft zum 31.12.2017 aus. Allerdings müssen Unterlagen, die in einem offenen Rechtsmittelverfahren von Bedeutung sind oder noch Grundlage für Eintragungen im Jahr 2017 sind (z. B. AfA), weiterhin aufbewahrt werden. Aufzeichnungen und Unterlagen, die Grundstücke betreffen, sind wegen allfälliger Vorsteuerrückverrechnungen jedenfalls bis zu 22 Jahre aufzubewahren. Auch gemäß Unternehmensgesetzbuch (UGB) sind Unterlagen dann weiter aufzubewahren, wenn sie für ein anhängiges gerichtliches oder behördliches Verfahren von Bedeutung sind.
Spenden aus dem Betriebsvermögen
Geld- und Sachspenden aus dem Betriebsvermögen zur Durchführung von Forschungs- und Lehraufgaben an bestimmte Institutionen sowie Spenden für mildtätige Zwecke sind bis zu maximal 10 % des Gewinnes vor Berücksichtigung eines Gewinnfreibetrags steuerlich absetzbar. Eine Liste der begünstigten Empfänger ist auf der Homepage des BMF abrufbar. Geld- und Sachspenden bei Katastrophenfällen sind betraglich unbegrenzt als Betriebsausgaben absetzbar, wenn damit ein entsprechender Werbeeffekt verbunden ist (z. B. Spenden im Zusammenhang mit einem Hochwasser). Die Zahlung muss in dem Jahr erfolgen, in welchem sich der Betrag steuermindernd auswirken soll.
Registrierkassenprämie von € 200,–
Für die Anschaffung oder Umrüstung einer Registrierkasse (Erwerb der wirtschaftlichen Verfügungsmacht) bis 31.03.2017 kann bei Vorliegen der Voraussetzungen je Kassensystem eine Prämie von € 200,– geltend gemacht werden (max. € 30,– je Erfassungseinheit). Für Ausgaben danach ist leider keine Prämienbeantragung mehr möglich. Die Prämie kann mit dem Formular E 108c beantragt werden (spätestens mit Abgabe der Steuererklärung 2017). Zusätzlich ist die Investition 2017 voll abschreibbar.
Verlustvorträge von Einnahmen-Ausgaben-Rechnern
Infolge der Steuerreform 2015/16 ist die Verlustvortragsbeschränkung für Einnahmen-Ausgaben-Rechner auf 3 Jahre entfallen. Verluste, welche ab 2013 entstanden sind, können nunmehr unbeschränkt vorgetragen werden. Bei natürlichen Personen als kapitalistischen Mitunternehmern sind Verluste ab 2016 nicht mehr ausgleichsfähig, soweit dadurch ein negatives steuerliches Kapitalkonto entsteht. Derartige Verluste sind nur mehr als Wartetastenverluste für künftige Gewinne (oder Einlagen) aus derselben Einkunftsquelle vortragsfähig.
Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und private Spenden
Zahlungen für Sonderausgaben (bestimmte Personenversicherungen, Wohnraumschaffung bzw. –sanierung, Kirchenbeitrag etc.), außergewöhnliche Belastungen (z. B. selbst zu tragende Krankheitskosten oder Kosten für die Kinderbetreuung) sowie private Spenden können für 2017 steuermindernd geltend gemacht werden, wenn sie heuer noch bezahlt werden. Infolge der Steuerreform 2015/2016 können Ausgaben für sogenannte Topfsonderausgaben (insb. Personenversicherungen und Wohnraumschaffung) ab 2016 aber nur mehr dann abgesetzt werden, wenn der der Zahlung zugrundeliegende Vertrag vor dem 01.01.2016 abgeschlossen wurde bzw. mit der Bauausführung oder Sanierung vor dem 01.01.2016 begonnen wurde.
Maßnahmen im Bereich der Lohnverrechnung
Zukunftssicherung für Dienstnehmer durch Bezahlung von Prämien für Lebens-, Kranken- und Unfallversicherungen für Arbeitnehmer sind bis € 300,– p. a. steuerfrei.
Zuwendungen von Mitarbeiterbeteiligungen bis € 3.000,– p. a. sind steuerfrei, Sachzuwendungen an Mitarbeiter anlässlich eines Dienst- oder Firmenjubiläums bleiben seit heuer bis € 186,– steuerfrei. Zusätzliche Sachzuwendungen bleiben wie bisher bis zu einem Betrag von € 186,– steuerfrei (z. B. Weihnachtsgeschenke).
Kosten für Betriebsveranstaltungen (z. B. Weihnachts- bzw. Betriebsfeiern, Betriebsausflüge) bleiben bis € 365,– p. a. pro Arbeitnehmer steuerfrei.
Sollte das Jahressechstel 2017 noch nicht zur Gänze ausgeschöpft sein, könnten z. B. Prämien noch mit 6 % versteuert ausbezahlt werden.
Ein Zuschuss des Arbeitgebers zu den Kinderbetreuungskosten für Kinder der Mitarbeiter bis 10 Jahre ist bis maximal € 1.000,– p. a. steuerfrei.
Die Kosten für ein öffentliches Verkehrsmittel („Jobticket“) können durch den Dienstgeber auch dann steuerfrei übernommen werden, wenn kein Anspruch auf das Pendlerpauschale besteht (insb. im Stadtgebiet von Wien). Wird das Jobticket allerdings anstatt von bisher steuerpflichtigem Arbeitslohn bezahlt (Gehaltsumwandlung), besteht dennoch Steuerpflicht.
Die Aufrollung der Personalverrechnung 2017 ist unter bestimmten Voraussetzungen bis 15.02.2018 zulässig.
Antrag auf Gruppenbesteuerung stellen
Bei Kapitalgesellschaften kann durch die Bildung einer Unternehmensgruppe die Möglichkeit geschaffen werden, Gewinne und Verluste der einbezogenen Gesellschaften auszugleichen. Dies bietet mitunter erhebliche positive Steuereffekte. Voraussetzung sind die geforderte finanzielle Verbindung (Kapitalbeteiligung von mehr als 50 % und Mehrheit der Stimmrechte) seit Beginn des Wirtschaftsjahres sowie ein entsprechend beim Finanzamt eingebrachter Gruppenantrag. Bei allen Kapitalgesellschaften, die das Kalenderjahr als Wirtschaftsjahr haben (d. h. Bilanzstichtag 31.12.), ist der Gruppenantrag bis spätestens 31.12.2017 einzubringen, damit er noch Wirkung für die Veranlagung 2017 entfaltet. Gleiches gilt für die Aufnahme in eine bestehende Unternehmensgruppe (etwa weil eine neue Beteiligung am 01.01.2017 erworben wurde).
Forschungsförderung – Forschungsprämie
Die Forschungsprämie von 12 % ist als Steuergutschrift konzipiert und wirkt daher sowohl in Gewinn- als auch in Verlustjahren. Überdies sind die Forschungsaufwendungen unabhängig von der Inanspruchnahme der Forschungsprämie steuerlich abzugsfähig. Die für die Prämie relevanten Forschungsaufwendungen können Personal- und Materialaufwendungen für F & E-Tätigkeiten, Gemeinkosten, Finanzierungskosten und unmittelbar der Forschung und Entwicklung dienende Investitionen (einschließlich der Anschaffung von Grundstücken) umfassen. Die Forschungsprämie ist für die Eigenforschung (diese muss im Inland erfolgen) der Höhe nach nicht gedeckelt. Für die Geltendmachung der Forschungsprämie ist die Vorlage eines positiven Gutachtens der FFG (Anforderung über FinanzOnline) erforderlich. Im Gegensatz dazu ist die Bemessungsgrundlage für Auftragsforschung – Voraussetzung ist wiederum, dass es sich um einen inländischen Auftragnehmer handelt – beim Auftraggeber auf € 1,000.000,– begrenzt. Die Vorlage eines FFG-Gutachtens ist bei der Auftragsforschung nicht erforderlich. Ab 01.01.2018 wird die Forschungsprämie auf 14 % erhöht, sodass u. U. ein zeitliches Verschieben von Forschungsaktivitäten in das Jahr 2018 überlegt werden sollte. Bei „schiefen“ Wirtschaftsjahren (nicht Stichtag 31.12.) ist die Bemessungsgrundlage aliquot den Monaten 2017/18 zuzuordnen.
GSVG-Befreiung
Kleinstunternehmer (Jahresumsatz unter € 30.000,–, Einkünfte unter € 5.108,40) können eine GSVG-Befreiung für 2016 bis 31.12.2017 beantragen. Berechtigt sind Jungunternehmer (max. 12 Monate GSVG-Pflicht in den letzten 5 Jahren), Personen ab 60 Jahren (Regelpensionsalter) bzw. Personen über 57 Jahre, wenn die genannten Grenzen in den letzten 5 Jahren nicht überschritten wurden.
Vorauszahlung von GSVG-Beiträgen
Bei Einnahmen-Ausgaben-Rechnern wird eine Vorauszahlung von GSVG-Beiträgen dann anerkannt, wenn diese in ihrer Höhe der voraussichtlichen Nachzahlung für das betreffende Jahr entsprechen. Rechnen Sie mit einer Nachzahlung, können Sie durch Leistung einer freiwilligen Vorauszahlung den Gewinn reduzieren bzw. glätten und damit eventuell nachteilige Progressionssprünge vermeiden.
Soweit ein kurzer Überblick über verschiedene Möglichkeiten der Steueroptimierung, bei deren Umsetzung wir Sie gerne unterstützen.